Medizintechnik Hamburg

Medizintechnik allgemein - eine Einordnung

Um Medizintechnik von anderen technologischen Entwicklungsgebieten abzugrenzen lässt sich als erstes das deutsche Medizinproduktegesetz heranziehen. Laut diesem erzeugt die Medizintechnik Geräte, aber auch Produkte oder technische Verfahren, welche allesamt als Medizinprodukte einzuordnen sind. Fachlich steht die Medizintechnik den Ingenieurswissenschaften nahe, beinhaltet aber umfangreiche Anteile der Medizin und Biologie. Neben dem Fach Medizintechnik an Universitäten und Fachhochschule, besteht auch die Möglichkeit, für gelernte Fachkräfte aus dem Metall- und Elektrobereich, zweijährige Weiterbildung an einer Technikerschule durchzuführen. Der dann erlangte Abschluss ist der, des ?staatlich geprüften Technikers, (Fachrichtung) Medizintechnik?. Mehrere private Fachschulen in und um Hamburg bieten diese Weiterbildung im Bereich Medizintechnik an.

Medizintechnik in Hamburg

Die Metropolregion Hamburg kommt inzwischen auf über 300 Unternehmen im Bereich Medizintechnik. So zählt auch die Firma G. Heinemann Medizintechnik GmbH, welche ursprünglich in Hamburg gegründet wurde und heute in Kaltenkirchen ansässig ist, dazu. Jeder zehnte deutsche Arbeitsplatz in der Medizintechnik befindet sich in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern. Diese Branche hat im Norden aufgrund ihrer besonders hohen Innovationskraft und Wachstums einen besonders hohen Stellenwert.

Heinemann Medizintechnik in Hamburg

Neben der Produktion und individuellen Anpassung von HNO ? Behandlungseinheiten gehört auch die Praxisplanung und Ausstattung ins Portfolio des Unternehmens. Die Behandlungseinheiten werden als vier unterschiedliche Module angeboten: Modula Duo, Modula Europa, Modula Paris und Modula Mini. Weiterhin führt das Unternehmen eine Auswahl verschiedener Mikroskope (von Zeiss und Kaps) und fertigt Patientenstühle (hydraulisch, elektromechanisch und synchron, vollelektrisch), Arztstühle (mit und ohne Lehnen und immer mit gebremsten Sicherheitsrollen) und Stirnlampen für verschiedene Einsatzgebiete (Untersuchung, Diagnostik, OP, mit LED oder klassischem Leuchtmittel). Außerdem betreibt Heinemann in der Metropolregion Hamburg aktive Forschung und Entwicklung. So wurde im Jahre 2004 ein neuartiger Wasser- und Luftkalorisator für die Gleichgewichtsdiagnostik entwickelt. Zwei Jahre später folgte dann eine neue Art der Gleichgewichtsdiagnostik mit Hilfe einer Spezialkamera für das Auge. 2007 wurde dann eine neue mobile HNO ? Untersuchungs- und Diagnoseeinheit vorgestellt. Im Jahre 2010 wurden dann diverse Produktneuheiten der Öffentlichkeit vorgestellt, so zum Beispiel eine antimikrobielle Beschichtung mit Feinstruktur oder auch ein spezielles LED Kaltlicht. Diese Erfolgsgeschichte setzt sich über die Jahre fort und führt letztendlich dazu, dass sich der Hersteller als eine gefragte Marke im HNO ? Segment der Medizintechniksparte etablieren kann. Dies führt dazu, dass eine neue Betriebsstätte mit mehr Raum außerhalb des direkten Hamburger Stadtgebiets gesucht werden muss. Die Wahl fällt hierbei auf Kaltenkirchen.

Umzug nach Kaltenkirchen

Im Jahr 2012 fällt der Startschuss für die Errichtung des neuen Firmensitzes in Kaltenkirchen. Der Metropolregion Hamburg treu bleibend, erfolgt im Jahr 2012 die Fertigstellung und im Anschluss daran der Umzug dorthin. Auf einem nun 6.000 m² großen Grundstück befindet sich die energieeffiziente, 1.600 m² große Produktionshalle. Die ganze Halle wurde mit energiesparender LED-Technik ausgestattet. Sie erzeugt mit Hilfe des komplett mit Solarzellen verkleideten Dachs sogar ihren eigenen Strom. Natürlich wurde auch in der Klimatechnik auf modernste Wärmeerzeuger gesetzt, so dass die Produktion der Medizintechnischen Geräte und Einheiten unter besonders ökologischen Aspekten stattfindet. Neben der Produktionshalle befindet sich auf demselben Gelände ein modernes Bürogebäude für Verwaltung und Geschäftsführung, welches das neue Erscheinungsbild des Unternehmens prägt.